Freitag, 17. August 2012

Ragnnarök 8 - Nachbericht

Ragnarök 8 – Lichtenfels 29.04-30.04.2011

(Mit etwas viel Verspätung, der Bericht des 8 Ragnarök Festivals... ;-) )

Nun liegt der Start in die Festivalsaison mit dem altbewährten Ragnarök-Festival doch schon wieder etwas zurück und es wird Zeit die Erlebnisse dieser Tage auf „Papier“ zu bannen.
Da es auf Grund von Überschneidungen in der Belegung der Ostbayernhalle dieses Jahr nicht möglich war das Ragnarök-Festival auch 2011 dort wieder stattfinden zu lassen, kehrte man  ins altbewährte Lichtenfels zurück. Startschuss zu Deutschlands größtem Paganfestival war der Donnerstag, bei dem schon mal mit Musik aus der Dose ordentlich eingeheizt wurde. Unsereins hat sich jedoch erst am Freitag in der Korbstadt eingefunden (zu unserer Verwunderung bei Sonnenschein und Regen). Auf dem Festivalgelände angekommen wurden wir zuerst auf den Parkplatz, direkt vor dem Schützenheim verwiesen, was sich jedoch als völlige Fehlinstruktion erwies, da man uns nach einer Stunde befahl den Parkplatz unverzüglich zu räumen, da sonst das Auto abgeschleppt werden würde (Guter Start!). Endlich bei der Halle angekommen wurde man (wie 2008/09) von einem eigenen Merchandise Zelt, sowie einen Vikingerdorf samt Schaukämpfern überrascht. Vor der Halle kümmerten sich Hotdogstand, Knoblauchbrotverkäufer & Co. Um das leibliche Wohl der Festivalbesucher. Auch hatte man aus dem letzten Jahr gelernt. Nun gab es sogar in Lichtenfels eine zweigeteilte Bühne, sodass keine Zeit mehr für den Umbau drauf ging – TOP!

Freitag, 29.04.2011

ALCEST
Nun aber zu dem wirklich wichtigen: den Bands. Unsere erste Band des Freitags war ALCEST. Die Truppe um Mastermind Neige wusste die Zuhörerschaft mit Klängen „d’un autre monde“ in Wechselbad der Gefühle zu werfen; Hoffnung, Melancholie, Romantik. Auch wenn manche einwenden mögen, dass ALCEST  von der Thematik nicht ins Billing des Festivals passt, sind wir heilfroh diesen Ohrenschmaus in Lichtenfels genossen zu haben.

HELRUNAR
Weiter ging es (zwar nicht direkt, jedoch für uns) mit dem Ragnarök-Urgestein HELRUNAR, die kurzfristig nach dem Ausscheiden von SHINING noch als Ersatz an Land gezogen wurden. Gebührend gefeiert wurde der unverhoffte Gast von der Meute, da man unter anderem Lieder des neuen Albums Sól im Gepäck hatte.

Ein Gast über den ich mich ganz besonders gefreut habe ist die Band KAMPFAR, die endlich, nach ihrem letzten Auftritt im Jahre 2007, mal wieder mit von der Partie war. (Red.:  Mehr fällt dir zu diesem richtig genialem Auftritt mit all den hymnischen frostbitten Songs nicht mehr ein? ;))

ENSLAVED
Den Headliner des Freitags machte die norwegische Pionierband ENSLAVED, die vielleicht zu viele epische Lieder zum Besten gab. So konnte man viele Leute beobachten, die sich (nicht nur alkoholbedingt) ins Land der Träume verabschiedeten. Nichtsdestotrotz ein großartiger Auftritt der wegbereitenden Norweger.
Gerädert vom ersten Tag verließen wir das Schlachtfeld auch schon nach ENSLAVED um für den folgenden Tag wieder gut erholt zu sein.

Samstag, 30.04.2011

Was der Samstagmorgen versprach, hielt der Samstagnachmittag leider nicht ein, sodass Sonnenschein von Regenwolken und Gewitter abgelöst wurde. Dass es nur daran lag, dass die Halle auch nachmittags schon gut gefüllt war wage ich zu bezweifeln, lieferte die junge Black Metal Horde VALKYRIA eben dort ein hartes Brett (meine persönliche Überraschung auf dem Festival). Gefallen hat auch deren Leadgitarre, die sich leider zu selten hören ließ.
Weiter gings mit MANEGARM. Die Band lieferte live eine absolut mitreisende Show, was man der Hörerschaft auch gut anmerkte. Vielleich der kleine, geheime Headliner des Abends?!
Darauf folgten die Schweden von THYRFING. Ihr zweiter Auftritt auf dem Festival, nachdem sie 2009 das erste Mal die Ehre erwiesen. Leider gab es Unstimmigkeiten mit dem Keyboard, welches sich umgehend mit hohen Piepsgeräuschen bedankte – zum Leidwesen der Leute vor der Bühne. Mit einem guten Mix an älteren und neueren Stücken knüppelte sich die Truppe jedoch souverän voran und wusste ordentlich auf den Putz zu hauen.

ORPHANED LAND
Als nächstes gaben ORPHANED LAND ihre Musik zum Besten: Folk Metal aus dem nahen Osten (Israel). Technisch wohl eine der anspruchsvollsten Bands des Festivals, jedoch war die Halle nicht annähernd so voll wie bei den altbewährten Horden wie etwa MANEGARM, THYRFING & Co. Bei näherer Betrachtung wohl auch eine logische Konsequenz, wenn man bedenkt dass hier thematisch die nordische Mythologie den abrahamitischen Religionen gegenübersteht. Vielleicht etwas ungeschickt gerade diese Band auszuwählen.


Headliner des Samstags waren TWILIGHT OF THE GODS. Diese Band gab keine eigenen Lieder zum Besten, (liegt wohl daran, dass sie keine haben (Red.: Ach was, mach Sachen :P) sondern sie rief die Wurzeln des ursprünglichen Pagan/Vikingmetals mit einzigarten BATHORY Covern wieder in Erinnerung. Episch und majestätisch wurden die Klassiker auf der Bühne zelebriert. Mit A.A. Nemtheanga (u.a. PRIMORDIAL) waren die Vocals zudem sehr passend besetzt. Obwohl seine Stimme nicht ganz der von Quorthon entspricht brachte er die Dramatik die in Bathorys Liedern mitschwebt doch sehr emotionsgeladen dem Publikum nahe. In diesem Sinne „A Fine Day To Die“.

Text: Simon N.
Redaktion/Photos: Renatus Cartesius
Weitere Bilder von Ragnarök 8 (auch von Ragnarök 6 und 7) auf www.drecksding.net
Bericht von: http://drecksding.blogspot.com

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